6. Agrarforum Coesfeld       

6 Agrarforum Westmnsterland

Am Freitagabend, den 17. Februar 2017 fand im ehemaligen St. Barbarahaus, jetzt "AlexTagWerk", in Dülmen im vollbesetzten Saal das 6. Agrarforum Coesfeld statt. Herr Spanderen begrüßte als Sprecher der Volksbanken im Kreis Coesfeld die Landwirtinnen und Landwirte, die Ehrengäste und die A capella-Gruppe "Sechs pipes" aus Nordkirchen.


 

 

Voll besetztes Haus beim „AgrarForum“ der Volksbanken im Kreis Coesfeld und des WLV-Kreisverbandes Coesfeld in Dülmen beim Vortrag von Johann Kalverkamp über „Erfahrungen aus der Preiskrise  Reaktionszeiten verkürzen“

 


Dülmen/Kreis Coesfeld. Wie kann man als Landwirt in den von starken Preisschwankungen gekennzeichneten Agrarmärkten das eigene wirtschaftliche Überleben sicherstellen? Vorschläge präsentierte Johann Kalverkamp, Vorstandsmitglied der VR Agrar-Beratung in Lingen, am Freitagabend beim diesjährigen AgrarForum der Volksbanken im Kreis Coesfeld und des WLV-Kreisverbandes Coesfeld in Dülmen in seinem Vortrag, der unter der Überschrift „Erfahrungen aus der Preiskrise  Reaktionszeiten verkürzen“ stand.

„Für einen Veranstalter ist es immer wieder ein schöner Anblick, wenn die Bude voll ist“, bekannte Dirk Spanderen, Sprecher der Volksban-ken im Kreis Coesfeld, in seiner Begrüßung. „Aufgrund unserer Ver-bundenheit zur Landwirtschaft ist es uns ein Anliegen, Ihnen mit dem AgrarForum eine Plattform zu bieten, die Ihnen die Möglichkeit gibt, sich über aktuelle Themen, Entwicklungen und Herausforderungen austauschen und darüber diskutieren zu können.“ „Wir als Landwirte sind gefordert, zusammen mit Ihnen, den Volksbanken, Preistiefs zu überstehen“, erklärte Michael Uckelmann, Vorsitzender des WLV-Kreisverbandes Coesfeld, in seinen Begrüßungsworten vor den zahl-reichen Gästen im Saal des ehemaligen St. Barbara Hauses.

Johann Kalverkamp 1„Wir sind im Weltmarkt angelangt“, stellte Kalverkamp zu Beginn seines Vortrags fest. Und der werde von Angebot und Nachfrage, von Tiefpreis- und Hochpreisphasen geprägt. Zudem müsse man als Landwirt mit diversen weiteren Marktrisiken leben vom Wetter, über Krankheiten bis hin zum Faktor Mensch. Liquidität sei dabei für den Landwirt der „überlebenswichtige Faktor“, so der Experte. Deren Planung sollte daher zur Regel werden.

 Und hier komme, so Haverkamp, die Hausbank Stichwort: „Kunde-Bank-Beziehung“ ins Spiel. Die stünden den Landwirten ja nicht nur als Finanziers zur Seite, sondern würden auch Hilfestellung bei der Risikoanalyse bieten. Kalverkamp forderte die Landwirte auf, das Gespräch mit ihren Bankberatern zu suchen. Idealerweise frühzeitig und in einer „Kommunikation auf Augenhöhe“. Denn: „Die größten Fehler werden in guten Zeiten gemacht“, mahnte Kalverkamp.

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„Verkürzen Sie Ihre Reaktionszeiten.“ Und: „Bleiben Sie realistisch und lassen Sie sich nicht von Gier oder Angst beflügeln“, gab Johann Kalverkamp den Teilnehmern des AgrarForums mit auf den Weg und beendete seinen Vortrag mit einem Zitat von Max Frisch: „Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“

 

 

Den vielumjubelten musikalischen Ausklang gab die A-Capella-Gesangsgruppe „Sechs-Pipes“ aus Capelle.

Sixs Pipes

Sixs Pipes 2

 


 

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