Pfarrerin Silke Niemeyer aus Lüdinghausen

„Ein bisschen augenzwinkernd,  ein bisschen provokativ“ so ordnete Silke Niemeyer selbst den Titel ihres Vortags ein. Auf jeden Fall sei das Thema emotionsbeladen. Denn: „Wer über Tiere spricht, spricht über sich selbst“, stellte Niemeyer fest und bekannte, selbst in einer Welt der Tiere aufgewachsen zu sein. Mit „Oskar, dem zahmen Kater“ als Lieblingstier. Dabei hätten aber auch tote Tiere immer dazugehört, ob zuvor als Kuscheltier im Arm oder als Nutztier im Stall. „Nicht nur den Haustierhaltern, auch den Landwirten geht es um das Wohl ihrer Tiere“, betonte Niemeyer und äußerte Respekt für das, was die Landwirte in der medialen Berichterstattung aushalten müssten. „Die Kritik an den Landwirten muss zur gesellschaftlichen Selbstkritik werden, wenn sie nützen soll“, so ihre Forderung.  Der Bibel nach seien Tiere „gesegnete Geschöpfe“ und hätten eine Seele, erläuterte die Theologin. Allerdings: „Tiere sind Tiere und keine Menschen“ und hätten daher keine des Menschen vergleichbare Würde. „Ich halte unbedingtes Lebensrecht für Menschen und bedingtes Lebensrecht von Tieren für nötig“, stellte Silke Niemeyer klar.

 

Kommen Tiere in den Himmel? „Biblisch gesprochen: ja“, beantwortete Niemeyer diese Frage. Dahinter verberge sich ein menschlicher Wunsch für sich selbst und sei Ausdruck der Liebe zum Tier sowie der Angst vor dem eigenen Tod.

„Es gibt wohl kaum einen sinnvolleren Beruf als den des Bauern. Denn was ist sinnvoller als den Menschen Nahrung geben? Bauer sein, das ist Leben, eine Berufung. Ein Hof ist kein Standort, es ist ein Zuhause, für Menschen und Tiere". Pfarrerin Silke Niemeyer: „Diese Überzeugung darf nicht verloren gehen.“

                                                                                                                                                                           Bildergalerie

 

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